Matera Guide www.Matera-Guide.com Die Stadt aus Stein – Reisen, Erleben, Entdecken
Besucherzahlen Heute 1 Woche 1 Monat 182 Gesamt 6.472

In Matera lässt sich Kirchenbau als Abfolge lesen. Zuerst wurde in den Fels geschlagen, dann davor gemauert, schließlich darüber gebaut. Viele Kirchen der Oberstadt stehen auf einem älteren Felsraum, den man von außen nicht sieht – und manchmal auch drinnen erst auf den zweiten Blick.

Die drei Schichten

Wer die Kirchen der Stadt in dieser Reihenfolge ansieht, versteht sie besser als bei einem Rundgang nach Bequemlichkeit:

  1. Aus dem Fels gearbeitet. Die Felsenkirchen – kein Stein wurde gesetzt, sondern weggenommen. Pfeiler stehen da, wo Material stehen bleiben musste.
  2. Davor gemauert. Kirchen wie San Pietro Barisano, die von außen wie ein normaler Bau wirken und dahinter tief in den Fels reichen.
  3. Darüber gebaut. Barocke Bauten der Oberstadt wie San Francesco d’Assisi, unter denen eine ältere Felskirche liegt.

Die Kathedrale

Die Cattedrale di Matera steht auf der Civita, dem Felsrücken zwischen den beiden Sassi, und ist von fast überall an ihrem Glockenturm zu erkennen. Ihre Fassade zeigt apulische Romanik, ihr Inneres ist barock überformt – der Bruch zwischen beidem ist keine Ungeschicklichkeit, sondern die Geschichte des Hauses.

An den Plätzen der Oberstadt

Die kleineren Kirchen

Neben den bekannten Bauten stehen in Matera weitere Kirchen, die selten in Reiseführern auftauchen und oft nur zu Gottesdienstzeiten offen sind. Dazu gehören San Francesco da Paola an der Via Ridola, Materdomini, das Konvent Sant’Agostino über der Kante zum Sasso Barisano sowie die beiden Kirchen, die den Namen Santa Lucia e Sant’Agata tragen – eine an der Civita, eine an der Fontana. Der Doppelname erklärt sich aus der Verlegung der Gemeinde: Der Name zog mit um, der Bau blieb stehen.

Noch zu ergänzen: Gottesdienstzeiten und Öffnungszeiten der einzelnen Kirchen. Die Angaben wechseln saisonal und sollten vor Ort geprüft werden.

Praktisch

In Kirchen wird geblitzt fotografiert, obwohl es fast überall untersagt ist – bei Fresken schadet das messbar. Schultern und Knie sollten bedeckt sein; in den Felsenkirchen ist es auch im Hochsommer kühl.

Weiterlesen