Barocke Fassade über einer Felskirche: An kaum einem anderen Bau lässt sich Materas Bauweise so klar im Querschnitt lesen.
Was man von außen sieht
Die Kirche steht an der gleichnamigen Piazza in der Oberstadt. Ihre reich gegliederte Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert: Pilaster, Nischen mit Figuren, ein bewegter Aufbau, der den Platz beherrscht. Nichts daran deutet auf das hin, was darunter liegt.
Was darunter liegt
Unter dem Bau befindet sich eine ältere Felskirche, die den Heiligen Petrus und Paulus geweiht war. Über sie wurde später gemauert – ein Muster, das sich in Matera immer wieder findet: Der Fels bleibt, das Sichtbare wird erneuert. Wer die Felsenkirchen der Stadt gesehen hat, versteht hier, wie aus ihnen im Lauf der Jahrhunderte gewöhnliche Stadtkirchen wurden – nicht durch Abriss, sondern durch Überbauung.
Innen
Der Innenraum ist barock ausgestattet, mit Altären entlang der Seitenwände und Gemälden aus verschiedenen Jahrhunderten. Der Kontrast zwischen dem hellen, gegliederten Raum und der dunklen Höhle darunter ist der eigentliche Grund für einen Besuch.
Lage
Die Piazza San Francesco liegt an der Achse zwischen Piazza Vittorio Veneto und Piazza del Sedile – auf dem Weg, den ohnehin fast jeder geht.
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