Matera Guide www.Matera-Guide.com Die Stadt aus Stein – Reisen, Erleben, Entdecken
Besucherzahlen Heute 1 Woche 1 Monat 182 Gesamt 6.472

Die Kathedrale steht auf der Civita, dem Felsrücken zwischen den beiden Sassi – dem höchsten und ältesten Punkt der Stadt. Ihr Glockenturm ist von fast überall zu sehen und das verlässlichste Mittel zur Orientierung.

Der Bau

Die Kathedrale stammt aus dem 13. Jahrhundert und zeigt die Formensprache der apulischen Romanik: eine ruhige Fassade aus hellem Kalkstein, ein großes Radfenster über dem Portal, ein hoher Glockenturm. Geweiht ist sie der Madonna della Bruna und dem heiligen Eustachius, den beiden Stadtpatronen.

Der Standort ist keine Zufälligkeit. Auf der Civita begann die Siedlung; wer hier baute, baute auf dem ältesten Grund der Stadt. Dass die Kirche zugleich den höchsten Punkt einnimmt, war Absicht – sie sollte von beiden Vierteln aus sichtbar sein.

Außen und innen

Das Innere wurde in späteren Jahrhunderten barock überformt, sodass strenge Außenarchitektur und reich gegliederter Innenraum deutlich auseinanderfallen. Dieser Bruch irritiert manche Besucher – tatsächlich ist er die eigentliche Auskunft des Hauses: Man hat nicht neu gebaut, sondern weitergebaut, wie überall in dieser Stadt.

Sehenswert sind unter anderem Fresken, das geschnitzte Chorgestühl und eine Krippendarstellung aus Stein. Eine Kapelle bewahrt die Verehrung der Madonna della Bruna, um die sich das wichtigste Stadtfest dreht.

Das Fest der Madonna della Bruna

Einmal im Jahr wird ein aufwendig geschmückter Prozessionswagen durch die Stadt gefahren – und am Ende von der Menge zerlegt. Jeder will ein Stück davon behalten. Für Auswärtige wirkt das befremdlich, für Matera ist es der Kern des Jahres. Wer zu dieser Zeit in der Stadt ist, sollte lange vorher eine Unterkunft buchen.

Noch zu ergänzen: Genaues Datum des Festes im laufenden Jahr, Öffnungszeiten der Kathedrale und Gottesdienstzeiten.

Hinkommen und Aussicht

Wer von der Oberstadt kommt, erreicht die Civita über schmale Gassen ab der Piazza del Sedile. Vom Vorplatz, der Piazza Duomo, fällt der Blick auf beide Sassi – einer der wenigen Punkte, an denen man sie gleichzeitig sieht. Von hier lässt sich der Abstieg in eines der beiden Viertel gut beginnen.

Der Platz ist klein und tagsüber schnell voll. Früh am Morgen hat man ihn oft für sich.

Weiterlesen

  • Cattedrale di Matera
  • Cattedrale di Matera (2)

In der Nähe

Was sich von hier aus gut verbinden lässt. Die Angaben sind Luftlinie – in den Sassi ist der Weg über die Treppen länger.

  1. Piazza DuomoPlätze & Straßen20 m
  2. Palazzo GattiniBurgen & Paläste20 m
  3. Die Sassi di Matera – eine Stadt aus dem FelsSassi di Matera100 m
  4. Madonna delle VirtùFelsenkirchen130 m
  5. San Nicola dei GreciFelsenkirchen140 m