Sassi di Matera
Die beiden historischen Höhlenviertel und ihre Wohnhöhlen.
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Von außen wirken die Sassi wie ein einziger Hang. Wer dort gelebt hat, sah das anders: Das Viertel war in Rioni gegliedert, kleine Einheiten mit eigenem Namen, eigener Kirche und eigenem Hof. Diese Grenzen stehen heute in keinem Stadtplan mehr – die Namen aber halten sich.
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Der Felsrücken zwischen den beiden Sassi ist der älteste Siedlungskern Materas – und der einzige Punkt, von dem aus man beide Viertel gleichzeitig überblickt.
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Die Sassi sind kein Stadtviertel wie andere: Sie sind in den Kalkstein hineingeschlagen. Wohnhöhlen, Zisternen, Treppen und Kirchen bilden ein Gefüge, das über Jahrtausende gewachsen ist – und in dem bis vor siebzig Jahren noch Tausende Menschen lebten. Heute stehen sie auf der Welterbeliste der UNESCO.
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Der südliche der beiden Sassi liegt wie ein Amphitheater über der Schlucht. Hier stehen die Höhlen am offensten im Hang – und hier findet man die Bilder, die man von Matera im Kopf hat.
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Der nördliche Sasso zeigt sich städtischer: Steinfassaden, Torbögen und enge Gassen. Was aussieht wie eine gewachsene Altstadt, ist auch hier zu großen Teilen Fels – nur besser verkleidet.