Kloster über der Kante: der beste Blick auf den Sasso Barisano – und darunter eine Felskirche, die älter ist als der Bau darüber.
Lage
Das Konvent Sant’Agostino steht am nördlichen Rand der Altstadt, dort wo der Hang zum Sasso Barisano abfällt. Der heutige Bau entstand im 17. Jahrhundert; die Lage direkt an der Abbruchkante war für ein Kloster kein Zufall, sondern Programm – abseits genug für die Zurückgezogenheit, nah genug an der Stadt.
Was darunter liegt
Die Anlage wurde über einer älteren Felskirche errichtet, die dem heiligen Wilhelm geweiht war. Teile davon sind erhalten. Damit gehört das Konvent zu den Bauten, an denen sich Materas Prinzip ablesen lässt: Was im Fels bestand, wurde nicht beseitigt, sondern überbaut – siehe auch San Francesco d’Assisi.
Der Blick
Von der Terrasse vor der Kirche überblickt man das gesamte Viertel und die Schlucht dahinter. Es ist einer der ruhigeren Aussichtspunkte der Stadt – der Weg dorthin führt am nördlichen Rand entlang und wird von den meisten Besuchern nicht gegangen. Wer den Belvedere Via D’Addozio ansteuert, kommt ohnehin vorbei.
Praktisch
Die Kirche ist nicht durchgehend geöffnet; die Terrasse davor ist frei zugänglich. Vom Zentrum aus sind es etwa zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß, überwiegend eben.
Weiterlesen
- Sasso Barisano – das Viertel darunter
- Belvedere Via D’Addozio – der Blick auf demselben Weg
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