Matera Guide www.Matera-Guide.com Die Stadt aus Stein – Reisen, Erleben, Entdecken
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Matera lässt sich schlecht von innen begreifen. Erst von einer Kante aus sieht man, wie die Stadt gebaut ist: Terrasse über Terrasse, jedes Dach zugleich der Hof des Hauses darüber. Diese Seite stellt die Aussichtspunkte nebeneinander – nach Blickrichtung, Tageszeit und danach, wie beschwerlich der Weg ist.

Der eine Blick, den man gesehen haben muss

Wer nur einen einzigen Aussichtspunkt ansteuert, nimmt den Belvedere Murgia Timone auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht. Nur von dort liegt die Stadt vollständig im Bild – Sasso Caveoso, Civita mit der Kathedrale, Sasso Barisano, alles auf einmal. Das ist die Ansicht, die man von Matera im Kopf hat.

Der Preis dafür ist der Weg: mit dem Auto ein Bogen um die Schlucht herum, zu Fuß ein Abstieg in die Gravina und ein Gegenanstieg. Wer beides nicht will, bleibt auf der Stadtseite – dort gibt es genug.

Blicke ohne Treppen

Nicht jeder kann und will klettern. Zwei Punkte sind eben erreichbar:

Wo es ruhiger ist

Die bekannten Terrassen liegen alle an der Hauptachse und sind zum Sonnenuntergang voll. Zwei Alternativen mit demselben Motiv, aber weniger Betrieb:

Mitten im Viertel

Der Belvedere di San Pietro Caveoso liegt nicht oben, sondern im Sasso Caveoso selbst: der Platz vor der Kirche, direkt an der Abbruchkante. Von hier sind Kirche, Felskegel und Schlucht in einem Bild – ein Motiv, das von den Oberstadt-Terrassen so nicht zu haben ist. Ähnlich der Panoramablick über die Gravina entlang der unteren Wege.

Wann welches Licht

Die Sassi liegen an einem West-Ost-Hang über der Schlucht. Daraus folgt eine einfache Regel:

  • Früher Morgen – die Stadt liegt vom Murgia-Belvedere aus im Gegenlicht, dafür sind die Gassen leer und kühl.
  • Später Nachmittag – die Sonne beleuchtet den Hang frontal, die Terrassen zeichnen sich plastisch ab. Die beste Stunde für Fotos, aber auch die vollste.
  • Mittag – flaches Licht, kein Schatten, blasser Stein. Die Zeit für Museen und für alles unter der Erde.
  • Nach Einbruch der Dunkelheit – die Beleuchtung zeichnet die Terrassen nach; von der Piazzetta Pascoli aus besonders eindrücklich.

Weitere Kanten

Über die genannten hinaus tragen mehrere Stellen im Stadtplan den Namen Belvedere, ohne ausgebaute Terrasse zu sein – etwa an der Civita zwischen den beiden Vierteln und an der Via Casalnuovo am südlichen Rand des Sasso Caveoso. Man erkennt sie daran, dass die Brüstung plötzlich freigibt, was vorher die Häuser verdeckt haben. Wer ohne Ziel durch die Gassen geht, findet sie von selbst.

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