Karstige Hochebene, tiefe Schlucht, Felsenkirchen in der Landschaft: Der Regionalpark beginnt unmittelbar hinter der Stadt und gehört gemeinsam mit den Sassi zum UNESCO-Welterbe.
Was der Park umfasst
Der Parco della Murgia Materana schützt die Landschaft rund um die Gravina di Matera – eine Kalksteinhochebene mit trockener Vegetation, Trockenmauern, Höhlen und über hundert Felsenkirchen. Dass Stadt und Park gemeinsam auf der Welterbeliste stehen, ist kein Verwaltungsakt: Beide sind dasselbe Phänomen, einmal verdichtet und einmal verstreut.
Wege
Markierte Pfade verbinden Aussichtspunkte, Felsenkirchen und den Talgrund. Manche Abschnitte sind einfache Spaziergänge, andere verlangen Trittsicherheit. Der bekannteste Weg führt von der Stadt hinunter durch die Schlucht, über eine Hängebrücke und auf der anderen Seite hinauf zum Belvedere Murgia Timone.
Ausgangspunkt auf der Parkseite ist häufig Jazzo Gattini, ein restaurierter Schafspferch, der heute als Informationsstelle dient.
Tiere und Pflanzen
Über der Schlucht kreisen regelmäßig Greifvögel; sie nutzen die Aufwinde an den Felswänden. Im Frühjahr blühen Orchideen zwischen den Steinen, und die sonst graue Hochebene wird für wenige Wochen grün. Die beste Zeit für längere Touren ist deshalb das Frühjahr, gefolgt vom Herbst.
Was man mitbringt
Wasser, Sonnenschutz, feste Schuhe. Schatten gibt es praktisch nicht – keine Wälder, kaum Bäume, nur niedriges Buschwerk. Im Hochsommer sind die Stunden um die Mittagszeit auf der Hochebene nicht bloß unangenehm, sondern riskant.
Sicherheit
Die Abbruchkanten sind vielerorts ungesichert, das Gestein ist stellenweise glatt. Mit kleinen Kindern empfiehlt sich der Weg zu den nahen Aussichtspunkten statt der Abstieg in die Schlucht. Bei Nässe wird der Kalkstein rutschig; nach Regen sollte man auf die steilen Abschnitte verzichten.
Weiterlesen
- Gravina di Matera – die Schlucht im Zentrum des Parks
- Jazzo Gattini – die Anlaufstelle auf der Hochebene
- Neolithisches Dorf Murgia Timone – Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit
- Madonna delle Tre Porte – eine Felskirche im Park



