Nicht jeder Blick auf die Schlucht hat einen Namen und ein Geländer. Entlang der unteren Ränder beider Sassi öffnet sich die Gravina immer wieder – oft an Stellen, die in keinem Reiseführer stehen.
Worum es geht
Die bekannten Aussichtspunkte Materas zeigen die Stadt. Dieser zeigt, woran sie liegt: die Gravina, ein tief eingeschnittenes Tal mit senkrechten Kalkwänden, in dem sich unten der Bach durch den Fels gefressen hat. Ohne diese Schlucht gäbe es die Sassi nicht – sie lieferte Schutz, Baumaterial und die Höhlen, aus denen alles Weitere entstand.
Wo man sie am besten sieht
An der unteren Kante beider Viertel. Im Sasso Caveoso bei Porta Pistola und weiter südlich Richtung Casalnuovo; im Sasso Barisano entlang der Via Madonna delle Virtù. Beide Wege verlaufen längs über der Schlucht und geben sie in Abständen frei – siehe Die Gassen der Sassi.
Der weiteste Blick bleibt der von der anderen Seite, vom Belvedere Murgia Timone aus. Von dort sieht man Stadt und Schlucht zusammen.
Was man erkennt
In den gegenüberliegenden Wänden sind dunkle Öffnungen zu sehen: Höhlen, teils natürliche, teils gegrabene, dazu Felsenkirchen und alte Pferche. Über der Schlucht kreisen regelmäßig Greifvögel – sie nutzen die Aufwinde an den Wänden, weshalb man sie fast zu jeder Tageszeit sieht.
Vorsicht
Die Kanten sind vielerorts ungesichert, das Gestein ist stellenweise glatt gelaufen. Bei Nässe sollte man Abstand halten. Wer fotografiert, sollte den Schritt rückwärts vermeiden – der häufigste Fehler an genau diesen Stellen.
Weiterlesen
- Gravina di Matera – die Schlucht als Ganzes
- Porta Pistola – der bekannteste dieser Punkte
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