Ein restaurierter Schafspferch auf der Hochebene – heute Anlaufstelle für den Murgia-Park und Ausgangspunkt für die Wege zu den Aussichtspunkten.
Was ein Jazzo ist
„Jazzo“ bezeichnet einen Pferch, in dem Schafe über Nacht und im Winter untergebracht wurden – gemauert aus dem Stein, der ringsum ansteht, mit niedrigen Mauern, überdachten Bereichen und getrennten Abteilen für Tiere und Hirten. Der Jazzo Gattini liegt gegenüber der Stadt auf der Murgia.
Die Wanderweidewirtschaft
Solche Anlagen gehören zur transumanza, der saisonalen Wanderweidewirtschaft: Im Sommer zogen die Herden auf die höher gelegenen Weiden des Apennin, im Winter zurück in die milderen Ebenen des Südens. Über Jahrhunderte prägte dieses System die Landschaft – die Trockenmauern, die Wege und die Pferche stammen daher. Wer über die Hochebene geht, geht auf einem Wirtschaftsraum, nicht durch Wildnis.
Was zu sehen ist
Die Anlage wurde restauriert und dient als Informationsstelle für den Regionalpark. Sie zeigt, wie die Weidewirtschaft funktionierte, und ist zugleich das am besten erhaltene Beispiel dieser Bauform in der Umgebung.
Als Ausgangspunkt
Von hier führen Wege zum Belvedere Murgia Timone mit dem Blick auf die Stadt, zum neolithischen Dorf und zu Felsenkirchen in der Umgebung. Für die meisten Besucher ist der Jazzo deshalb weniger Ziel als Startpunkt.
Öffnungszeiten, Führungen und aktuelle Anfahrt vor dem Besuch beim Park erfragen. Jazzo Gattini – Ente Parco.
Weiterlesen
- Parco della Murgia Materana – der Park ringsum
- Belvedere Murgia Timone – der Blick auf die Stadt
- Neolithisches Dorf Murgia Timone – die Siedlungsspuren in der Nähe