Direkt über Madonna delle Virtù gelegen, mit byzantinisch geprägten Malereien – und einem Namen, der auf eine lange vergessene Tradition verweist.
Der Name
San Nicola dei Greci gehört zum selben Komplex wie Madonna delle Virtù und liegt eine Ebene darüber. Der Zusatz dei Greci verweist auf die griechisch-orthodoxe Tradition, die in Süditalien über Jahrhunderte präsent war. Mönche aus dem byzantinischen Kulturraum prägten die Klöster der Region – und mit ihnen kam eine Bildsprache, die sich deutlich von der westlichen unterscheidet.
Malereien
Erhalten sind Heiligendarstellungen im byzantinischen Stil, darunter eine Kreuzigungsszene. Die Farben sind stellenweise noch kräftig. Charakteristisch ist die strenge Frontalität: Die Figuren blicken den Betrachter direkt an, statt in eine Handlung eingebunden zu sein. Wer anschließend eine der später ausgemalten Kirchen besucht, sieht den Unterschied sofort.
Der Weg dorthin
Beide Kirchen werden gemeinsam besichtigt. Der Weg führt am Hang entlang mit Blick in die Gravina – eine der schöneren Strecken im Sasso Barisano, und einer der Punkte, an denen deutlich wird, wie nah die Stadt am Abbruch gebaut ist.
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