Das archäologische Museum der Stadt: Funde aus der Vorgeschichte und aus griechischer Zeit – und die Erklärung dafür, was auf der Hochebene gegenüber im Boden steckt.
Sammlung und Sammler
Das Museo Ridola liegt an der gleichnamigen Straße in einem ehemaligen Klostergebäude. Grundstock der Sammlung sind die Funde des Arztes Domenico Ridola, der im 19. Jahrhundert in der Umgebung grub und seine Sammlung dem Staat schenkte. Dass ein Landarzt zum Begründer der Archäologie einer ganzen Region wurde, ist für das Italien des 19. Jahrhunderts nicht untypisch – und der Grund, warum das Haus seinen Namen trägt.
Was gezeigt wird
Steinwerkzeuge und Keramik aus prähistorischen Siedlungen der Murgia, Grabbeigaben aus der Eisenzeit sowie Vasen und Waffen aus der Zeit der griechischen Kolonien an der ionischen Küste. Besonders die bemalten Gefäße zeigen, wie eng diese Gegend mit dem griechischen Kulturraum verbunden war, lange bevor Rom eine Rolle spielte.
Warum es sich lohnt
Das Museum erklärt, was der Wanderweg über die Hochebene nur andeutet: dass hier seit Jahrtausenden gesiedelt wird, lange bevor die ersten Höhlen der Sassi entstanden. Wer das neolithische Dorf auf der Murgia besucht hat, findet hier die Funde dazu – und umgekehrt sieht man nach dem Museum im Gelände mehr als vorher.
Lage
Die Via Ridola ist die Museumsstraße der Oberstadt; Chiesa del Purgatorio und Palazzo Lanfranchi liegen wenige Schritte entfernt. Die Straße ist eben – für einen Museumstag ohne Treppen die richtige Wahl.
Weiterlesen
- Via Ridola – die Straße mit der höchsten Museumsdichte
- Neolithisches Dorf Murgia Timone – der Fundort auf der Hochebene
- Parco della Murgia Materana – die Landschaft dazu
