Der große Palast am Rand der Oberstadt beherbergt das Landesmuseum für mittelalterliche und moderne Kunst der Basilikata – darunter Carlo Levis Wandbild Lucania ’61.
Das Gebäude
Der Palazzo entstand im 17. Jahrhundert als Seminargebäude und beherrscht mit seiner breiten Front den Platz an der Piazzetta Pascoli. Er markiert das Ende der Via Ridola und damit den Punkt, an dem die Oberstadt zum Sasso Caveoso abbricht. Wer aus der Stadt kommt, steht hier plötzlich vor der ganzen Aussicht.
Was zu sehen ist
Die Sammlung reicht von sakraler Kunst des Mittelalters über Malerei der Region bis in die Gegenwart. Zu den Beständen gehören Tafelbilder, Skulpturen und Möbel aus Kirchen und Klöstern der Basilikata – Stücke, die nach Auflösung ihrer Häuser hier zusammengeführt wurden.
Lucania ’61
Das bekannteste Stück ist das großformatige Wandbild Lucania ’61 von Carlo Levi – ein erzählendes Panorama des bäuerlichen Südens, gemalt für eine Ausstellung zum hundertjährigen Bestehen des italienischen Staates. Levi hatte als verbannter Arzt und Schriftsteller in der Basilikata gelebt; sein Buch Christus kam nur bis Eboli machte die Zustände der Region in Italien bekannt und wirkte auf die spätere Räumung der Sassi mit ein.
Das Bild ist deshalb mehr als ein Ausstellungsstück: Es gehört zu den Gründen, warum die Stadt so aussieht, wie sie heute aussieht.
Vor der Tür
Die Terrasse vor dem Palast ist einer der beliebtesten Aussichtspunkte der Stadt – von hier fällt der Blick über den gesamten Sasso Caveoso. Sie ist eben erreichbar und damit einer der wenigen barrierearmen Blicke Materas.
Weiterlesen
- Piazzetta Pascoli – die Terrasse davor
- Museo Ridola – das archäologische Museum an derselben Straße
- Museen in Matera – der Vergleich aller Häuser
