Die Kirche sitzt im Felskegel Monterrone mitten im Sasso Caveoso. Von unten sieht man vor allem den Fels – die Kirche selbst steckt darin, und nur die weiße Fassade verrät sie.
Der Monterrone
Der Felsen ragt wie ein Findling aus dem Hang des Sasso Caveoso – ein härterer Block, den die Erosion stehen ließ, während ringsum das Gelände abgetragen wurde. In ihn hinein wurde Santa Maria de Idris geschlagen, deren schlichte Fassade sich an den Stein schmiegt, als wäre sie nachträglich angeklebt. Der Name verweist auf das Wasser: idris geht auf das griechische Wort für Wasser zurück, und in der Nähe lagen Zisternen.
Zwei Kirchen in einem Fels
Im Inneren führt ein Gang zur benachbarten Höhlenkirche San Giovanni in Monterrone; beide bilden heute eine Besichtigungseinheit. Der Verbindungsgang gilt als der lohnendste Teil: Hier stehen die Heiligenbilder dicht beieinander, teils übereinandergemalt, und man sieht deutlich, wie der Raum aus dem Fels gewonnen wurde – Meißelspur neben Meißelspur.
Was zu sehen ist
Erhalten sind Fresken aus mehreren Epochen. Manche Figuren sind kräftig und vollständig, andere nur noch als Umriss erkennbar. Diese Ungleichheit ist typisch: Wo Feuchtigkeit durch den Fels zog, ging die Farbe verloren; wo der Stein trocken blieb, hielt sie sich über Jahrhunderte.
Der Blick und der Andrang
Vom Vorplatz reicht der Blick über den Sasso Caveoso hinweg bis zur Schlucht und zur gegenüberliegenden Murgia. Weil der Platz klein ist und der Aufstieg nur über eine schmale Treppe führt, wird es zu Stoßzeiten schnell eng. Früh am Tag ist es ruhiger – und das Licht auf dem Kegel dann ohnehin besser.
Weiterlesen
- San Giovanni in Monterrone – die verbundene Kirche im selben Fels
- San Pietro Caveoso – die Kirche und der Platz unterhalb
- Sasso Caveoso – das Viertel ringsum
