Die Kirche im Inneren des Felskegels, über einen Gang mit Santa Maria de Idris verbunden – und mit den besterhaltenen Malereien der städtischen Felsenkirchen.
Ein Fels, zwei Kirchen
San Giovanni in Monterrone steckt im selben Felsen wie Santa Maria de Idris und ist über einen Gang mit ihr verbunden. Beide werden gemeinsam besichtigt. Dass zwei Kirchen in einem einzigen Block liegen, ist kein Zufall: Der Monterrone bot ausreichend Material, und wo einmal ein Raum bestand, war der nächste leichter anzulegen als andernorts der erste.
Die Fresken
Im Verbindungsgang und in den Nischen stehen Heiligenbilder aus mehreren Jahrhunderten dicht beieinander – teils übereinandergemalt, sodass ältere Schichten an den Rändern durchscheinen. Sie gehören zu den besterhaltenen Malereien in den Felskirchen der Stadt. Wer sich Zeit nimmt, erkennt den Wechsel der Bildsprache: strenge, frontale byzantinische Figuren neben späteren, beweglicheren Darstellungen.
Der Raum
Anders als bei gemauerten Kirchen folgt der Grundriss dem Fels. Pfeiler stehen dort, wo Material stehen bleiben musste, nicht dort, wo eine Symmetrie es verlangt hätte. Decken sind unterschiedlich hoch, Nischen unterschiedlich tief. Das macht den Raum unregelmäßig und eindrücklich zugleich – und erklärt besser als jede Beschreibung, was Felsenkirchen von gebauten Kirchen unterscheidet.
Praktisch
Der Zugang führt über eine schmale Treppe am Felskegel hinauf. Drinnen ist es kühl; der Boden ist uneben. Fotografieren mit Blitz ist wegen der Fresken nicht erlaubt.
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