Eine der wenigen Kirchen Materas, die frei über der Schlucht steht, statt im Fels zu stecken – und dadurch einer der markantesten Punkte der Stadt.
Gebaut, nicht gegraben
San Pietro Caveoso wurde am Rand des Sasso Caveoso errichtet, unmittelbar über dem Abbruch zur Gravina. Anders als die Felsenkirchen ringsum ist sie ein gemauerter Bau – und genau das macht sie im Stadtbild so auffällig: Sie steht, während alles andere im Hang steckt.
Ihre Fassade wurde in späteren Jahrhunderten überarbeitet; der Glockenturm ist von den Aussichtspunkten der Oberstadt aus eines der leichtesten Erkennungszeichen.
Der Platz
Die Piazza San Pietro Caveoso gehört zu den wenigen ebenen Flächen im Viertel und dient seit jeher als Treffpunkt. Von hier überblickt man die Schlucht, den Felskegel Monterrone mit Santa Maria de Idris und die Hänge der Murgia gegenüber. Wer die Stadt fotografieren will, findet eine der zugänglichsten Perspektiven – ganz ohne Wanderung. Mehr dazu auf der Seite zum Belvedere di San Pietro Caveoso.
Innen
Der Innenraum ist schlichter, als die Lage vermuten lässt: drei Schiffe, Seitenaltäre, hölzerne Decke. Wer von den ausgemalten Felsenkirchen kommt, erlebt den Wechsel als Kontrast – hier ist alles gesetzt, nichts gewachsen.
Umgebung
Vom Platz führen Treppen hinunter Richtung Gravina und hinauf in die Oberstadt. Die eingerichteten Wohnhöhlen des Viertels liegen nur wenige Schritte entfernt, ebenso das Convicinio di Sant’Antonio. Wer einen halben Tag im Caveoso verbringt, beginnt sinnvollerweise hier.
Weiterlesen
- Belvedere di San Pietro Caveoso – der Blick vom Platz davor
- Santa Maria de Idris – die Felsenkirche im Kegel gegenüber
- Sasso Caveoso – das Viertel ringsum

