Zisternen, Ölmühlen und Höhlenkirchen: geführte Wege durch das, was unter der Stadt liegt – und was man von oben nicht ahnt.
Die zweite Stadt
Unter Matera liegt ein zweites Netz aus Räumen: Wasserspeicher, Keller, Werkstätten, Ölmühlen und Kirchen. Ein Teil davon ist über geführte Rundgänge zugänglich, die unter dem Namen „Matera Sotterranea“ angeboten werden. Der Begriff bezeichnet kein einzelnes Bauwerk, sondern ein Angebot mehrerer Anbieter mit unterschiedlichen Routen.
Was man sieht
Meist eine Kombination aus einer großen Zisterne, einem Hypogäum unter einem Platz und einer Felskirche. Manche Touren nehmen eine unterirdische Ölmühle dazu. Die Wege sind kurz, aber uneben und teils niedrig; an einigen Stellen muss man sich bücken.
Warum sich eine Führung lohnt
Anders als bei einem Museum erschließen sich diese Räume nicht von selbst. Ein Becken im Boden, eine Rille in der Wand, eine ausgesparte Stufe – das alles hatte eine Funktion, die man ohne Erklärung nicht sieht. Wer den Zusammenhang kennt, geht danach anders durch die Stadt.
Praktisch
Unter der Erde ist es ganzjährig kühl, im Sommer als Wohltat, im Winter als Kälte. Feste Schuhe und eine dünne Jacke sind sinnvoll, ebenso die Anmeldung im Voraus – spontan ist selten etwas frei. Für Menschen mit Gehbehinderung sind die meisten Routen nicht geeignet.
Weiterlesen
- Palombaro Lungo – die bekannteste Station
- Die Zisternen der Sassi – der Hintergrund zum Wassersystem
- Casa Cava – ein Steinbruch, der heute Saal ist