Unter dem Hauptplatz liegt ein ganzes Stockwerk aus Zisternen, Gängen und Resten alter Bauten – entdeckt, als der Platz umgestaltet wurde.
Ein Fund unter dem Pflaster
Als die Piazza Vittorio Veneto umgestaltet wurde, stieß man auf ausgedehnte Hohlräume: Zisternen, Kanäle, Kellerräume und Mauerreste, die zu älteren Bauphasen der Stadt gehören. Was oben als ebener, moderner Platz erscheint, ruht auf einem gewachsenen Untergrund, den niemand mehr auf dem Schirm hatte.
Was erhalten ist
Neben dem großen Palombaro Lungo liegen kleinere Wasserspeicher und Gänge unter dem Platz, dazu Fundamente früherer Gebäude und eine Felskirche. Teile davon sind zugänglich; man steigt vom Platz hinunter und geht unter der Stelle entlang, an der oben die Leute sitzen.
Warum das wichtig ist
Die Anlage zeigt, dass die Wasserwirtschaft nicht auf die Sassi beschränkt war: Auch die Oberstadt lebte von gesammeltem Regenwasser. Die Trennung, die man beim Blick auf die Stadt gern zieht – hier das archaische Höhlenviertel, dort die moderne Oberstadt –, hält der Untergrund nicht ein. Unten sind beide Teile derselbe Ort.
Praktisch
Der Zugang erfolgt über Treppen; unten ist es kühl. Die Räume gehören zu den Zielen, die bei geführten Rundgängen unter dem Titel Matera Sotterranea angesteuert werden.
Weiterlesen
- Palombaro Lungo – die große Zisterne unter demselben Platz
- Piazza Vittorio Veneto – der Platz darüber
- Die Zisternen der Sassi – das System dahinter


