Öl, Stein und Arbeit: ein kleines Museum in einer unterirdischen Ölmühle – wo die Anlage selbst das Hauptexponat ist.
Was zu sehen ist
Das MOOM zeigt in einem Hypogäum, wie in dieser Gegend Olivenöl hergestellt wurde. Mühlsteine, Pressen und Lagerbecken sind in den Fels eingebaut, dazu die Kanäle, über die das Öl von einem Becken ins nächste lief. Vieles davon wurde nicht eingebracht, sondern aus dem Stein gearbeitet – wie in der ganzen Stadt.
Warum unter der Erde
Die unterirdische Lage war kein Platzmangel, sondern Technik. Öl trübt und flockt bei Kälte; im Fels bleibt die Temperatur ganzjährig gleichmäßig. Zugleich war die Arbeit staubig und laut – und die Tiere, die den Mahlstein zogen, liefen im Kreis, wofür ein hoher, freier Raum nötig war.
Zusammenhang
Das Öl war für die Region wirtschaftlich zentral – nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Brennstoff für Lampen. Wer verstehen will, wovon die Menschen hier lebten, bekommt hier eine konkretere Antwort als in jedem Überblickstext.
Für wen
Ein guter Zwischenstopp, wenn man ohnehin durch die Sassi geht: klein, konkret, in einer halben Stunde zu sehen – und angenehm kühl.
Weiterlesen
- Matera Sotterranea – weitere Räume unter der Stadt
- Die Zisternen der Sassi – die andere Nutzung des Untergrunds
- Museen in Matera – der Vergleich aller Häuser