Matera Guide www.Matera-Guide.com Die Stadt aus Stein – Reisen, Erleben, Entdecken
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Die Basilikata hat zwei Küsten, und die zweite kennen selbst viele Italiener kaum: rund 32 Kilometer Tyrrhenisches Meer um Maratea, mit Felsen, Buchten und einer Christusstatue, die von einem Berggipfel über das Wasser blickt. Von Matera ist es weit – aber für zwei Tage ist es der schönste Gegensatz zur Höhlenstadt.

Maratea liegt an der Westseite der Basilikata zwischen Kampanien und Kalabrien, rund 4.500 Einwohner, der Ortskern auf etwa 300 Metern über dem Meer. Zur Gemeinde gehören mehrere Ortsteile mit eigenem Charakter: Acquafredda, Cersuta, Fiumicello-Santavenere, Marina, Porto, Massa, Santa Caterina und Castrocucco. Der höchste Punkt ist der Monte Coccovello mit 1.505 Metern – hier fällt das Gebirge fast unmittelbar ins Meer.

Was Maratea besonders macht

Maratea heißt „Stadt der 44 Kirchen“: Auf kleinem Gemeindegebiet stehen ungewöhnlich viele Kirchen und Kapellen, manche kaum größer als ein Zimmer. Dazu kommt eine Küste, die nicht aus langen Sandstränden besteht, sondern aus Felsvorsprüngen, Grotten und kleinen Kiesbuchten, zu denen man hinuntersteigt.

Sehenswürdigkeiten in Maratea

Cristo Redentore

Auf dem Gipfel des Monte San Biagio steht die etwa 22 Meter hohe Christusstatue des Florentiner Bildhauers Bruno Innocenti, 1965 fertiggestellt, mit ausgebreiteten Armen über der Küste. Von der Plattform reicht der Blick den Golf von Policastro hinunter. Hinauf führt eine schmale Straße; in der Hauptsaison gilt zeitweise eine Zufahrtsregelung mit Shuttlebussen.

Basilica di San Biagio

Gleich neben der Statue steht die Basilika des Stadtpatrons, eines der wichtigsten Sanktuarien der Region. Der Bau reicht in normannische Zeit zurück und steht an der Stelle eines antiken Heiligtums.

Altstadt und Maratea Superiore

Der Borgo besteht aus engen Gassen, kleinen Plätzen und Treppen, mit Läden und Lokalen; abends ist er der angenehmste Ort der Gegend. Oberhalb liegen die Ruinen der alten Siedlung Maratea Superiore, von der nur Mauern und Kirchenreste stehen.

Hafen und Buchten

Der Porto di Maratea ist ein kleiner, geschützter Hafen zwischen Felsen, mit Booten und Restaurants am Wasser; von hier starten Bootsfahrten entlang der Küste und zu den Grotten. Bekannte Badestellen sind die schwarze Kiesbucht Cala Jannita, die Strände bei Fiumicello und Acquafredda sowie Castrocucco im Süden.

Feste

Das große Fest ist die Übertragung der Reliquien des heiligen Biagio, gefeiert vom ersten Samstag bis zum zweiten Sonntag im Mai, mit Prozession von der Basilika hinunter in den Ort. Im Sommer kommen Konzerte und Feste in den Ortsteilen dazu.

Anreise von Matera

Das ist die weiteste Fahrt in dieser Sammlung: rund 230 bis 260 Kilometer quer durch die Basilikata, mit dem Auto etwa dreieinhalb bis vier Stunden, meist über die SS 407 Basentana, die A2 und die Küstenstraße SS 18 zum Golf von Policastro. Mit der Bahn geht es über Potenza oder Salerno; der Bahnhof Maratea liegt oberhalb von Fiumicello und wird von der tyrrhenischen Linie gut bedient, mit Umstiegen dauert die Fahrt aber einen halben Tag.

Ein Tagesausflug lohnt deshalb nicht. Planen Sie mindestens eine Übernachtung ein; zwei Nächte sind besser, weil sich dann auch eine Bootsfahrt und ein ruhiger Tag an einer Bucht unterbringen lassen.

Beste Reisezeit

Mai, Juni und September sind ideal: warm genug zum Baden, aber ohne den Verkehr des Hochsommers. Im Juli und August sind die schmalen Küstenstraßen und die Parkplätze an den Buchten überfüllt. Im Winter ist Maratea sehr ruhig, viele Betriebe schließen.

Zwei Tage in Maratea

Am ersten Tag nach der langen Fahrt der Ort und die Altstadt, am Abend am Hafen essen. Am zweiten Tag früh hinauf zur Christusstatue und zur Basilika, danach eine Bucht oder eine Bootsfahrt, am späten Nachmittag zurück. Wer weiterfahren will, hat den Cilento vor sich.