Matera Guide www.Matera-Guide.com Die Stadt aus Stein – Reisen, Erleben, Entdecken
Besucherzahlen Heute 1 Woche 1 Monat 182 Gesamt 6.472

Kaum eine europäische Stadt hat ihren Ruf so vollständig gewendet wie Matera – von der „nationalen Schande“ zur Kulturhauptstadt.

Die Höhlen am Rand der Gravina sind seit prähistorischer Zeit bewohnt; Matera gilt als eine der am längsten durchgehend besiedelten Städte der Welt. Über Jahrtausende wuchs die Siedlung im Fels, ergänzt durch Zisternen, Terrassen und Kirchen.

Das 20. Jahrhundert

Mit der wachsenden Bevölkerung wurden die Verhältnisse in den Sassi unhaltbar. Die Höhlen waren feucht und dunkel, Menschen und Tiere teilten sich den Raum, Krankheiten breiteten sich aus. Carlo Levi beschrieb die Zustände in Christus kam nur bis Eboli; in der Nachkriegszeit wurde Matera zum politischen Thema.

Die Umsiedlung

In den 1950er-Jahren beschloss der italienische Staat die Räumung der Sassi. Die Bewohner zogen in neu gebaute Viertel am Stadtrand – ein tiefer Einschnitt, der die alten Nachbarschaften auflöste. Die Höhlen blieben leer zurück.

Die Wende

Erst in den 1980er-Jahren begann die Rückkehr: Restaurierungen, neue Nutzungen, langsam auch Tourismus. 1993 nahm die UNESCO die Sassi und den Park der Felsenkirchen ins Welterbe auf. 2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt.

Matera im Film

Die Stadt diente wiederholt als Kulisse für biblische und historische Stoffe – von Pier Paolo Pasolinis Das 1. Evangelium – Matthäus über Mel Gibsons Die Passion Christi bis zu einer Verfolgungsjagd im James-Bond-Film Keine Zeit zu sterben.