Kaum eine europäische Stadt war so oft Jerusalem wie Matera. Und einmal war sie Schauplatz einer Verfolgungsjagd mit Aston Martin.
Dass Matera immer wieder als Kulisse dient, hat einen einfachen Grund: Die Sassi sehen nach Antike aus, ohne dass etwas gebaut werden müsste. Kabel, Antennen und Autos sind schnell aus dem Bild, der Rest ist Stein.
Die biblischen Stoffe
Pier Paolo Pasolini drehte hier in den 1960er-Jahren Das 1. Evangelium – Matthäus und prägte damit den Ruf der Stadt als Filmkulisse. Vier Jahrzehnte später nutzte Mel Gibson dieselben Gassen für Die Passion Christi. Auch die Neuverfilmung von Ben Hur entstand teilweise hier.
Und dann James Bond
Für Keine Zeit zu sterben wurde die Stadt zum Schauplatz einer Verfolgungsjagd – Treppen, Gassen und der Platz vor der Kathedrale inklusive. Für Matera war das ein Wendepunkt in der Außenwahrnehmung: weg vom biblischen Hintergrund, hin zur Gegenwart.
Was das mit der Stadt macht
Filme haben Matera bekannt gemacht, lange bevor der Tourismus einsetzte. Sie haben aber auch ein Bild geprägt, das mit dem Alltag der Stadt wenig zu tun hat – die Sassi als zeitloser Ort, nicht als Viertel, das vor siebzig Jahren geräumt wurde.
Drehorte selbst suchen
Wer mit offenen Augen durch den Sasso Caveoso geht, erkennt vieles wieder. Es gibt auch Führungen, die sich eigens auf Drehorte konzentrieren.